Am 8. März, dem internationalen Frauentag wurde in unserem Zeitzer Büro die Ausstellung „Frauen im Strukturwandel“ eröffnet. Etwa 70 Gäste waren zur Vernissage gekommen, darunter Vertreterinnen aus dem Seniorenbeirat der Stadt Zeitz, dem Frauenarbeitskreis und dem Frauenverein Saalsnitz sowie zehn der zwölf portraitierten Frauen.
Nach einleitenden Begrüßungsworten durch Revierscout Katja Wendland erzählte Doktorandin Hermine Bähr vom Team Strukturwandel & Partizipation, wie es zu dem Projekt gekommen war. Für ihre Forschung hat sie ausführliche Interviews mit zwölf Frauen geführt, die im südlichen Sachsen-Anhalt, vor allem im Burgenlandkreis, auf vielfältige Weise engagiert sind und den Wandel aktiv gestalten. Darunter sind eine Pfarrerin, eine Feuerwehrfrau und eine Gewinnerin des „Revierpionier“-Wettbewerbs. Hermine Bähr möchte mit dem Projekt unterdrückten Stimmen Raum geben und vielfältiges Engagement sichtbar machen. Sie erforscht, wie Menschen sich selbst im Strukturwandel verorten, wie Wandel erlebt und gestaltet wird und möchten den dabei entdeckten Potenzialen Raum geben.
Nicht zuletzt ist die Forschungsarbeit und die daraus entstandene Ausstellung eine Einladung zum Perspektivwechsel: Wandel wird gemacht, er widerfährt uns nicht einfach so. Aktive Teilhabe am Wandel kann Menschen stärken und sie somit im Einzelnen zu Demokratieförderern machen. Demokratische Prozesse passieren gerade auch im Kleinen, im Privaten, oft übersehen aber besonders wertvoll.
Steffi Pinkert, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Zeitz betonte genau das in ihren Grußworten: „Frauen tun oft ohne große Sichtbarkeit, im Hintergrund, ohne es laut anzupreisen“ – diese Sichtbarkeit wollen wir mit dem Projekt herstellen. Sie betonte auch, dass Frauen als größte, aber bisher unterschätzte Chance gegen den Fach- und Arbeitskräftemangel gelten und dass die Strukturen Frauen in der Arbeitswelt sowie gesellschaftlich leider immer noch benachteiligen.
Die Ausstellung „Frauen im Strukturwandel“ ist bis 31. März im Büro des JTC in Zeitz zu besichtigen und geht ab Ende April auf Wanderschaft durch die Region.
Wenn Sie öffentliche Räume haben, in denen Sie die Ausstellung zeigen möchten, kontaktieren Sie gern direkt Katja Wendland: katja.wendland@jtc.uni-halle.de
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