News
Bericht
Geologie, Bodenkunde und Pflanzenökologie zu Phytomining- und Bioextraktionspotenzialen
20. Juni 2026
Interdisziplinäre Exkursion ins Mansfelder Revier
JTC Team A1 Strukturwandel &<br />
Partizipation: Gruppenbild – Dr. Jan Winkler, Hermine Bär, Cheyenne Wolf, Pia Kahlfuß, nicht abgebildet: Felix Schiedlowski

Im Rahmen einer interdisziplinären Exkursion ins Mansfelder Revier am 18.06.2026 fand ein wissenschaftlicher Austausch zwischen den JTC-Teams B1 (Fachbereich: Bodenkunde), B2 (Fachbereich: Geologie / Rohstoffpetrologie), A3 (Fachbereich: Pflanzenökologie / Bio-Geo-Interaktionen) und Kooperationspartner RBFK e.V. (Fachbereich: Geologie / Lagerstättenkunde) statt. Im Mittelpunkt standen die Themen Phytomining und Phytoremediation sowie deren Potenziale auf bergbaulich geprägten Standorten.

An den drei vorausgewählten Haldenstandorten:

  • Helbra im Bereich Ernst-Schacht  (Theisenschlamm)
  • Vatterode (Rohhüttenkupferschlacke) und
  • Großörner im südlichen Bereich der ehemaligen Kupfer-Silber-Hütte (Schlacke)

wurden Bodenproben entnommen, um die Elementgehalte der Böden zu untersuchen und die Grundlage für weitere Analysen zur Pflanzen-Boden-Interaktion zu schaffen. Ein weiterer Standort der Exkursionsroute lag zwischen Hettstedt und Siersleben: Der Niewandtschacht wurde besucht und Vegetationsproben entnommen.

Wie geht es nun weiter?

Umfassende und standortbezogene Bodenanalysen und Untersuchungen werden in einer gemeinsam betreuten Bachelorarbeit (in Bearbeitung durch Jakob Friehmelt) erfolgen. Geplant sind weiterhin Pflanzen-Boden-Untersuchungen in Topfversuchen, um das Potenzial verschiedener Pflanzenarten für Phytomining- und Bioextraktionsprozesse zu bewerten. Dabei sollen insbesondere die Aufnahme und Anreicherung von Wertelementen aus dem historischen Haldenmaterial untersucht werden.  Perspektivisch ist vorgesehen, an geeigneten Standorten Testfelder anzulegen, um die Extraktion von Wertelementen unter praxisnahen Bedingungen zu erproben und das Potenzial einer nachhaltigen Nutzung historischer Haldenbestände weiter zu erschließen.

Fazit

Die Exkursion bot eine wertvolle Gelegenheit, fachübergreifende Perspektiven zusammenzuführen, gemeinsame Forschungsansätze zu entwickeln und die Grundlage für zukünftige Kooperationen in diesem innovativen Forschungsfeld zu legen.

Verantwortlich für den Inhalt: JTC-Teams A3, B1 und B2