Projekte

Partizipation gestalten, bevor ein Ort entsteht: Begleitung des Campushauses Halle-Neustadt

In Halle-Neustadt entsteht mit dem Campushaus ein neuer außerschulischer Lern- und Begegnungsort für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Gefördert durch den Just Transition Fund der EU und das Land Sachsen-Anhalt wird das Vorhaben von der Stadt Halle initiiert und umgesetzt. Das JTC begleitet die Entstehungsphase des Campus mit dem Blick auf Akteursbeteiligung und Ko-Kreation.

Industrielle Abfallverwertung für eine gerechte Transformation in der Region

Wir konzentrieren uns auf die Verwertung komplexer industrieller Nebenströme – etwa Abgase, saure oder chloridhaltige Nebenprodukte sowie Prozessrückstände –, die bislang primär als Entsorgungsproblem behandelt werden. Ziel ist es, diese Ströme durch integrierte Prozessentwicklung in Sekundärrohstoffe für nachhaltige Chemikalien und Materialien umzuwandeln.

Exkursion zum Thema „Just Transition“ – Brüssel, Juni 2026

Was ist eine „Just Transition“, also ein „gerechter Übergang“? Wie wirken sich die europäische Kohäsionspolitik und das Streben nach Klimaneutralität auf verschiedenen Ebenen aus? Und in welchem Zusammenhang steht dies mit der berühmten Jugendstilarchitektur Brüssels?

Vitrimere Polymere

Der Lebenszyklus von Polymeren ist nach wie vor ein zentrales Anliegen der modernen Gesellschaft, da die großtechnische Herstellung von Kunststoffen Lösungen erfordert, die sowohl ökologisch verantwortungsbewusst als auch wirtschaftlich tragfähig sind. Vitrimere, eine neuartige Materialklasse, vereinen die besten Eigenschaften der beiden Haupttypen von Polymeren – Duroplaste und Thermoplaste – und bieten eine verbesserte Haltbarkeit, Recyclingfähigkeit und Selbstheilungsfähigkeit. Herkömmliche Duroplaste, bei denen es sich um vernetzte, permanente Polymernetzwerke handelt, werden aufgrund ihrer mechanischen Festigkeit und chemischen Beständigkeit weithin geschätzt, lassen sich jedoch nach der Aushärtung nur schwer recyceln. Im Gegensatz dazu können thermoplastische Polymere geschmolzen und neu geformt werden, weisen jedoch häufig nicht die erforderliche Stabilität für anspruchsvollere Anwendungen auf. Vitrimere überwinden diese Einschränkungen durch die Einbettung eines dynamischen Bindungsaustauschs, der ihre Wiederaufbereitbarkeit bei hohen Temperaturen ermöglicht, während die strukturelle Integrität unter Betriebsbedingungen erhalten bleibt.

Anwendung adhäsiver Designer-Proteine zur Beschichtung von Implantaten für eine verbesserte Geweberegeneration

Designer-Proteinbasierte Implantatbeschichtungen werden entwickelt, die die Knochenregeneration beschleunigen, die Osseointegration verbessern und häufigen Komplikationen wie aseptischer Lockerung entgegenwirken sollen – eine innovative Lösung für Frakturen, Zahnchirurgie und Gelenkersatz mit erheblichem medizinischen und wirtschaftlichen Potenzial für eine alternde Bevölkerung und zur Entlastung von Gesundheitssystemen in Strukturwandelregionen.

Design, Produktion und Charakterisierung von artifiziellen Designer Proteinen als biobasierte Bindemittel für Holz- und Sandklebstoffe

Formaldehydbasierte Bindemittel stehen wegen Gesundheitsrisiken, regulatorischer Vorgaben und fossiler Abhängigkeiten zunehmend unter Druck – dieses Projekt erforscht innovative, proteinbasierte Designer-Bindemittel nach biologischen Vorbildern, um leistungsfähige, nachhaltige und vollständig recycelbare Alternativen für die Holz- und Gießereiindustrie zu entwickeln.

Konversionsflächen als Schnittstelle zwischen alten und neuen Energielandschaften

Wie wird die Veränderung von Energielandschaften im Mitteldeutschen Revier wahrgenommen, gedeutet und ästhetisiert? Welche Bedeutung haben insbesondere Konversionsflächen als Schnittstelle zwischen alten und neuen Energielandschaften. Welche alten und neuen Konfliktlinien werden in dem Spannungsfeld mobilisiert und welche Impulse ergeben sich daraus für die planerische Praxis?

Transition or Die? Arbeitskonflikte, ökologische Politiken und globale Restrukturierung im mitteldeutschen Chemiecluster

Als Derivat der Kohle- und Erdölverarbeitung ist die chemische Industrie sowohl einer der größten Ressourcenverbraucher als auch einer der größten Abfall- und Emissionsverursacher. Durch den ansteigenden Druck, in der Produktion Klima- und Umweltschutz und Globalisierungsdynamiken miteinzubeziehen, steht sie in vielen Industrienationen immer stärker vor der Herausforderung: Transition or Die?