Exkursion zum Thema „Just Transition“ – Brüssel, Juni 2026

Postindustrielle Zukünfte

Foto: Harry Pot © Nationaal Archief (NL), Fotocollectie Anefo

Was ist „Just Transition“, also ein „gerechter Übergang“? Wie wirken sich die europäische Kohäsionspolitik und das Streben nach Klimaneutralität auf verschiedenen Ebenen aus? Und in welchem Zusammenhang steht dies mit der berühmten Jugendstilarchitektur Brüssels?

Foto: Harry Pot © Nationaal Archief (NL), Fotocollectie Anefo

Diese Exkursion, die im Sommersemester 2026 von Anke Schwarz und Paul Zschocke vom European Center of Just Transition and Impact-Driven Research der MLU angeboten wird, befasst sich mit der politischen Geografie der Klimaanpassung und den multiskalaren Logiken und Dynamiken der Energiewende, die die belgische Hauptstadt mit der Rohstoffindustrie im Süden Sachsen-Anhalts verbinden. Konzeptionell stützt sich der Kurs auf aktuelle Debatten in der Stadt- und der politischen Geografie zu planetarer Urbanisierung, globalen Lieferketten, Opferzonen und grünem Extraktivismus.

Während eines Einführungsseminars im Sommersemester und einer einwöchigen Exkursion nach Brüssel im Juni 2026 besuchen 15 Studierende des Masterstudiengangs „International Area Studies – Global Change Geography” und des Bachelorstudiengangs Geographie der Martin-Luther-Universität das Europäische Parlament, NGOs, Museen, historische Gebäude und andere relevante Stätten in Brüssel. Im Einklang mit den Prinzipien des forschungsbasierten Lernens werden die Studierenden individuelle Exkursionsmodule sowohl inhaltlich als auch methodisch gestalten und sich zu diesem Zweck in kleinen Arbeitsgruppen organisieren. Sie werden selbstständig an Forschungsfragen aus den Bereichen Sozial-, Kultur-, Wirtschafts- und Stadtgeographie arbeiten und diese auf einen ihnen (weitgehend) unbekannten städtischen Kontext anwenden. Exkursionen sind ein zentraler Bestandteil der fachspezifischen geografischen Ausbildung – sie bieten den Studierenden nicht nur die Möglichkeit, neue Inhalte zu erlernen, sondern auch ihre beruflichen Fähigkeiten in der Praxis zu erproben und zu vertiefen. Bei der selbstorganisierten Vorbereitung der einzelnen Themenblöcke (begleitet durch Beratungen) und während des gemeinsam gestalteten Aufenthalts üben die Teilnehmenden, im Team zu arbeiten sowie soziale, kommunikative und organisatorische Kompetenzen.

 

 

Team

Dr. Anke Schwarz

Forschungsgruppenleiterin
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Paul Zschocke

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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