Frauen im Strukturwandel

Begleitheft zur Ausstellung

Interviews und Texte: Hermine Bähr
Redaktion und Konzept: Hermine Bähr, Dr. Mareike Pampus, Katja Wendland, Dr. Jan Winkler

Editorial (Auszug)

Frauen im Strukturwandel: Über Sichtbarkeit, Verantwortung und das Erzählen von Veränderung

Strukturwandel zeigt sich nicht nur in politischen Debatten oder ökonomischen Strategien, sondern im Alltag:
in Entscheidungen darüber, wo man lebt, wie man arbeitet, wen man unterstützt und welche Räume man gestaltet.
In diesen alltäglichen Prozessen wird Wandel konkret – in Handlungen, in Beziehungen und in der Gestaltung des Gemeinsamen. Die folgenden Porträts erzählen von solchen Erfahrungen. Der Burgenlandkreis ist seit Jahren von Bevölkerungsrückgang, Alterung und dem Rückbau von Infrastrukturen betroffen. Mobilität, soziale und kulturelle Angebote, medizinische Versorgung, Bildungszugänge und das politische Klima beeinflussen Entscheidungen darüber, ob Menschen bleiben, zurückkehren oder wegziehen. Ein gelingender Strukturwandel setzt einen lebensweltlichen Blick voraus – einen, der über ökonomische Förderrichtlinien hinausgeht und ernst nimmt, wie Menschen vor Ort leben und Verantwortung teilen.