Rohstoffpetrologie
Wie sind Erzverteilung, Metallmobilisierung und Rohstoffpotenzial des Kupferschiefers in Sachsen-Anhalt ausgeprägt?
Foto: JTC | Nico Kropp
Zielsetzung des Projekts
Die geochemisch-mineralogische Analyse des Kupferschiefers in Sachsen-Anhalt zur Quantifizierung der Erzverteilung in Bezug auf die Lagerstättengenese mit Implikationen für die noch nicht abgebauten Bereiche in Deutschland und in Bezug zur Metallmobilisierung durch Grubenwasser.
Hintergrund
Der Kupferschiefer stellt in Europa eine bedeutende Cu-Lagerstätte dar, mit historischem Abbau im Kreis Mansfeld-Südharz bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Neben Cu wurden dabei auch zahlreiche andere Wertelemente gewonnen (Ag, Co, Ni, Re). Das gestiegene Interesse an einer nachhaltigen und in Europa basierten Förderung von Rohstoffen (Critical Raw Materials Act) macht eine Neubewertung des Kupferschiefers in Bezug auf noch nicht abgebaute Bereiche in Deutschland notwendig. Dabei werden mineralogische und geochemische Daten zur regionalen und lokalen Verteilung von Wertelementen an Bohrkernen des Landesamts für Geologie und Bergwesen (LAGB) Sachsen-Anhalt gewonnen.
An ausgewählten Proben werden zusätzlich die Wertelemente in den verschiedenen Komponenten des Gesteins bis in den Millimetermaßstab quantifiziert, um so die Lagerstättengenese besser zu verstehen. Außerdem werden Daten zur Mobilisierung von Wertelementen durch Grubenwasser an Profilen des Bergwerks Röhrigschacht (Wettelrode) durchgeführt.



