Julia Ostertag

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Vielfalt in sozial-ökologischen Transformationen

Portrait Julia Ostertag, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Team A6, Foto JTC | Markus Scholz

Vita

Ab 03/2025

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Innovationsteam A6 – „Vielfalt in sozial-ökologischen Transformationen: Migration, Demographischer Wandel & Umwelt“ am Just Transition Center (JTC) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

10/2024 – 03/2025

Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Anthropogeographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

2021 – 2025

Masterstudium (M.Sc.) International Area Studies – Global Change Geography (IAS-GCG) an der Martin-Luther-Universität Halle,
Titel der Masterarbeit: „Assembling the Saale: Human-River Relationships in a More-Than-Human World“

2015 – 2022

Bachelorstudium (B.A.) Nahoststudien und Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Titel der Bachelorarbeit: „A Bridge Over Troubled Water? Zur Frage nach Identität, Identitätskonstruktion und dem Verhältnis zwischen ‚Ost‘ und ‚West‘ in der Rezeption des Levantinismus-Modells der ägyptisch-israelischen Schriftstellerin Jacqueline S. Kahanoff“

 

Projekte

Mehr-als-menschliche Geographien der Transformation: Hydropolitische Räume der Kontamination in und um Bitterfeld-Wolfen

Dieses Forschungsprojekt untersucht die vielschichtigen Verflechtungen von Wasser, Raum und Politik – und in welchem Maße diese Verflechtungen die Grenzen menschlicher Handlungsmacht überschreiten. Die Region Bitterfeld-Wolfen steht exemplarisch für eine lange Industriegeschichte, in der Bergbau, chemische Produktion, Wasserbau und Abwasserbewirtschaftung die Grundwasser- und Flusssysteme bis in die Gegenwart prägen. Die hieraus resultierenden Dynamiken von Schadstoffen – insbesondere solcher, die mit dem persistenten Hexachlorcyclohexan (HCH) in Verbindung stehen – erzeugen nicht nur ökologische Risiken, sondern auch komplexe Aushandlungsfelder zwischen Naturschutz, Altlastensanierung, Eigentumsverhältnissen, landwirtschaftlicher Nutzung und regionalen Transformationszielen. In diesem Projekt verfolge ich das Ziel, die vielfältigen Weisen nachzuzeichnen, in denen Menschen sowohl mit den ökologischen Hinterlassenschaften der Vergangenheit als auch mit den agentiellen Qualitäten von Wasser, Schadstoffen und anderen mehr-als-menschlichen Entitäten in Beziehung treten. Ich argumentiere, dass die Transformation hydropolitischer Räume nicht allein als ein rein technischer oder politischer Prozess begriffen werden sollte, sondern als ein zutiefst relationaler. Daher sehe ich die Untersuchung dieser Relationen – ihrer Konflikte, Materialitäten, Temporalitäten und Historizität – als zentral für das Verständnis davon, wie hydropolitische Räume der Kontamination bewohnbar gemacht, transformiert und nachhaltig gestaltet werden können.

Kontakt

Julia Ostertag

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für Geowissenschaften und Geographie
Von-Seckendorff-Platz 4
06120 Halle (Saale)

 

Mail julia.ostertag@geo.uni-halle.de
Zimmer H4 2.35