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Bericht
Gute Nachbarschaft für ein sicheres Zusammenleben in Vielfalt
16. Juni 2026
Team A6 am 11. Juni 2026 auf dem Präventionstag der Stadt Halle (Saale)
JTC Team A1 Strukturwandel &<br />
Partizipation: Gruppenbild – Dr. Jan Winkler, Hermine Bär, Cheyenne Wolf, Pia Kahlfuß, nicht abgebildet: Felix Schiedlowski

Gute Nachbarschaft für ein sicheres Zusammenleben in Vielfalt: Team A6 auf dem Präventionstag der Stadt Halle

Am 11. Juni 2026 beteiligte sich das Team A6 des Just Transition Centers mit einem Workshop am 2. Präventionstag der Stadt Halle (Saale). Der Workshop mit dem Titel „Wie wird Nachbarschaft Teil kommunaler Kriminalprävention?“ brachte Vertreterinnen und Vertreter freier Träger, zivilgesellschaftlicher Initiativen und kommunaler Einrichtungen aus dem gesamten Stadtgebiet zusammen und wurde gemeinsam mit Johanna Ludwig, Projektleiterin des Quartiersmanagements Halle-Neustadt, durchgeführt.

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, welche Bedeutung gute Nachbarschaft für ein sicheres und solidarisches Zusammenleben in der Stadt besitzt. Ziel war es, unterschiedliche Perspektiven auf Nachbarschaft sichtbar zu machen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, wie Begegnung und sozialer Zusammenhalt in den Stadtteilen gestärkt werden können.

Zu Beginn stellte Johanna Ludwig die Arbeit des Quartiersmanagements Halle-Neustadt vor und berichtete aus ihrer Erfahrung in der Förderung nachbarschaftlichen Engagements und lokaler Beteiligungsprozesse. Anhand konkreter Beispiele zeigte sie, welche Rolle Begegnungsorte, gemeinsame Aktivitäten und niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für das soziale Miteinander im Quartier spielen können.

Im Anschluss moderierten Marina Rottmann und Lukas Petersohn vom JTC-Team A6 eine Diskussionsrunde im World Café-Format. Die Teilnehmenden diskutierten Fragen wie:

  • Welche Herausforderungen prägen gegenwärtig das nachbarschaftliche Zusammenleben? Wie können Begegnung und Beteiligung gefördert werden?
  • Was braucht es, damit Menschen sich mit ihrem Stadtteil identifizieren und Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen?
  • Und welchen Beitrag kann gute Nachbarschaft für Sicherheit und Zusammenhalt leisten?

Die Diskussionen machten deutlich, dass Begegnungsorte und niedrigschwellige Beteiligungsformate eine zentrale Voraussetzung für lebendige Nachbarschaften darstellen. Die Teilnehmenden betonten, dass Vertrauen und die Bereitschaft zu gegenseitiger Unterstützung vor allem durch persönliche Begegnungen gefördert werden, wodurch das Sicherheitsgefühl im Wohnumfeld gestärkt werden kann. Ebenso wurde hervorgehoben, dass die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil eine Grundlage darstellt, um Engagement und Verantwortungsübernahme für das Gemeinwesen zu fördern. Darüber hinaus wurde die Bedeutung zielgruppengerechter Kommunikations- und Beteiligungsangebote betont, die Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkünfte erreichen. Gleichzeitig verwiesen die Teilnehmenden auf die Notwendigkeit einer gesamtstädtischen Perspektive, um soziale Teilhabe und Präventionsarbeit langfristig in allen Stadtteilen zu stärken.

Der Workshop knüpfte an die Forschungsarbeiten des Teams A6 zu Vielfalt und zivilgesellschaftlichem Engagement vor dem Hintergrund aktueller sozial-ökologischer Transformationsprozesse an. Er bot die Möglichkeit, wissenschaftliche Perspektiven mit praktischen Erfahrungen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Quartiersarbeit in einen produktiven Dialog zu bringen. Der Präventionstag wurde von der Stadt Halle (Saale) organisiert. Seit 2026 ist Dr. Larissa Fleischmann, Leiterin des Teams A6, als gewähltes Mitglied in der Steuerungsgruppe des Präventionsrates der Stadt Halle tätig.

 

Dr. Larissa Fleischmann, Marina Rottmann
(Team A6- Vielfalt in sozialökologischen Transformationen)